Pflaumenentsteiner im Praxis-Test

Lohnt sich eigentlich ein Zwetschgenentsteiner? Beim Backen ihres Lieblingskuchens hat Olga gleich mal vier Modelle getestet.

Pflaumenentsteiner im Test

Zwei Kilo Früchte nehme ich für ein Blech Zwetschgenkuchen – fürs Entsteinen würde ich daher am liebsten jemanden engagieren. Denn das dauert und dauert... Und anschließend sind meine Finger meist mehrere Tage bräunlich verfärbt. Dieses Jahr suche ich mir deshalb eine Küchenhilfe, die mir einen Teil der Arbeit abnimmt.

Vier Testkandidaten treten zum Einstellungsgespräch an: Zwei kleine Handmodelle, eines von GSD und eines von WMF, sowie zwei größere Geräte mit Auffangbehälter für die Steine, eines von GEFU und eines von Leifheit. Sie sollen mich beim Backen des ersten Zwetschgendatschi in diesem Jahr unterstützen. Klassischerweise werden für Pflaumenkuchen die Früchte aufgeschnitten, entsteint und die oberen Spitzen eingeschnitten, dann sind sie „kuchentauglich“. Merkt euch den Begriff, denn ihr werdet ihn gleich noch ein paar mal lesen! Mein Rezept für Zwetschgendatschi findet ihr unten am Ende des Tests.

Eigentlich will ich mich ja nicht mit noch mehr Gerätschaften belasten – meine Küche ist ziemlich klein und Stauraum daher knapp. Wenn ich ein Gerät nicht unbedingt brauche, hat es keine Chance. Werden wir mal sehen, ob diese vier einen guten Job machen und deutlich schneller entsteinen als per Hand. Dass sie sich nach der Arbeit unkompliziert unter fließendem Wasser reinigen lass, war übrigens schon ein Kriterium bei der Vorauswahl.

Das hier sind meine Vier potentiellen Zwetschgenkuchen-Helfer – mit ihren Stärken und Schwächen.

Das Basismodell: Pflaumenentsteiner Edelstahl von GSD

Preis: ca. 20 Euro

Zusammenbau/erster Eindruck: keine Anleitung dabei; die „Aufklapp-Sperre“ (die das platzsparende Aufbewahren ermöglicht) lässt sich erst nach längerem Probieren lösen (Entsteiner zusammendrücken, Hebel am Ende des Griffs herausziehen)

Praxis-Test: entsteint mit kleinem Kraftaufwand; spritzt kaum; der Kern wird „nur“ herausgedrückt – das heißt: die Frucht nicht aufgeschnitten; eignet sich nur für kleine Früchte (größere Pflaumen passen nicht zwischen Halterung und Messer)

Mein Tipp: Gut für Zwetschgen-Knödel oder zum Einlegen

 

Das Miniküchen-Modell: Zwetschgenentsteiner von WMF

Preis: ca. 20 Euro

Zusammenbau/erster Eindruck: keine Bedienungsanleitung; die „Aufklapp-Sperre“ (die das platzsparende Aufbewahren in einer Schublade ermöglicht) löst sich zu leicht

Praxis-Test: klein, handlich; auch für größere Früchte geeignet; spritzt etwas bei sehr weichen Früchten; entsteint und schneidet gleichzeitig „kuchentauglich“ auf

Mein Tipp: für alle mit kleiner Küche, die gerne Pflaumenkuchen backen und nur ab und zu einen Helfer brauchen (also perfekt für mich und meine kleine Küche!)

 

Das Mini-Max-Modell: Pflaumenentkerner PITRA von GEFU

Preis: ca. 15 Euro

Zusammenbau/erster Eindruck: kleine Probleme beim Zusammensetzen des Geräts, da keine Aufbauanleitung; kleiner als das Modell von Leifheit

Praxis-Test: schafft auch weiche Früchte; größere Mengen in kurzer Zeit machbar; man braucht relativ viel Kraft beim Runterdrücken; schneidet „kuchentaugliche“ Stücke

Mein Tipp: wer genügend Platz im Schrank hat und regelmäßig Pflaumen entsteint, kann diesen Helfer gut gebrauchen

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Das Marathon-Modell: Pflaumenentsteiner-Automat von Leifheit

Preis: ca. 30 Euro

Zusammenbau/erster Eindruck: der Einzige mit kurzer Anleitung; einfacher Zusammenbau; das größte Gerät im Test; extra-großer Auffangbehälter für die Steine

Praxis-Test: relativ laut beim Entsteinen; super: die verstellbare Halterung für verschiedene Früchte (von Mirabellen über Renekloden bis großen Pflaumen); „kuchentaugliches“ Entsteinen

Mein Tipp: Pflaumen im Garten? Und Lust auf Einmachen, Einfrieren und Backen? Dann ist dieser Helfer „Mister Right“.

Das Modell könnt ihr hier direkt bei Amazon bestellen: Leifheit Pflaumenentsteiner-Automat.ANZEIGE

 

Leckere Rezepte mit Pflaumen