Lebkuchen im Wies´n-Look Oktoberfest-Kekse

Gingerbreadman trifft Dirndlgirl & Lederhose - die süßen Kekse zum Oktoberfest solltet ihr unbedingt nachmachen!

Kekse verziert zum Oktoberfest

Für mich ist jetzt gerade „Weihnachten“, denn ich bin fleißig am Keksebacken. „Jetzt ist aber erstmal Oktoberfest angesagt“, meinten meine Kollegen. Tja, hier bei uns in der Redaktion fällt oft saisonmäßig einiges aufeinander. Plätzchenbacken und Oktoberfest – geht das zusammen? 

Bei mir ja, denn ich habe gerade Lebkuchenmännchen gebacken und verziert, da kam mir die Idee, mit dem Teig kann ich eigentlich auch Oktberfestkekse à la „Kirmes-Herzl“ machen.

Zutaten für 60 Kekse

Für den Keksteig

  • 500 g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 2 EL gemahlener Ingwer
  • 1 EL Vanillepulver
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • 1 gute Prise Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 200 g dunkler Zuckerrübensirup (Brotaufstrich, gelbe Dose, z.B. von Grafschafter)

Für den Guss

  • ca. 500 g Puderzucker (am besten noch eine Packung in Reserve haben)
  • 2 Eiweiß
  • rote, blaue und gelbe Speisefarben (am besten als Paste, kleine Döschen von Wilton)

Zubereitung

  1. Mehl, Natron, Gewürze und Salz mischen. Butter und Zucker in der Küchenmaschine ca. 3 Minuten cremig schlagen. Ei unterschlagen, dann Sirup und 2 EL Wasser unterrühren. Mehlmischung nur kurz unterrühren (nur ca. ½ Minute).
  2. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zusammenkneten, halbieren, etwas flach drücken. Abgedeckt über Nacht kalt stellen.
  3. Portionsweise ca. 4 mm dick ausrollen. Mit Ausstechern z. B. Herzen, Brezeln, Bierkrug etc., egal, was ihr an Oktoberfest-Motiven“ bekommt, ausstechen! Mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Nach Wunsch mit einem Holzspießchen jeweils ein „Loch“ formen, wenn ihr noch ein Band durchziehen wollt.
  4. Im heißen Ofen (180 Grad, Mitte) 8-10 Minuten backen. Blech herausnehmen, Löcher evtl. nachformen. Mit dem Papier vom Blech ziehen, kurz abkühlen lassen. Auf ein Kuchengitter geben, auskühlen lassen.

Zubereitung des Guss

  1. Zum Verzieren Puderzucker und Eiweiße mit etwas Wasser (1-2 EL Wasser) zu einem dicken Guss glatt rühren. Auf vier Schüsseln (Müsli-Schüsselchen) verteilen, drei davon jeweils rot, blau und gelb einfärben. Den weißen Guss mit Frischhaltefolie abdecken. Ich nehme immer die Speisefarben-Pasten. Man braucht nur wenig davon, sie färben schön intensiv. Pro Farbe nehme ich einen Zahnstocher und fische damit etwas Paste aus dem kleinen Töpfchen heraus, tauche es in den Guss und mische es locker drunter. Dann rühre ich den Guss mit einem Esslöffel nochmals kräftig durch. So geht´s, step by step, bis ich für mich den richtigen Farbton pro Farbe erwischt habe.
  2. Die Paste macht den Guss auch etwas flüssiger, ihr könnt dann je nach Konsistenz noch tröpfchenweise etwas Wasser unterrühren, bis alle spritzfähig sind. Es verlangt etwas Übung, bis man „fühlt“, wie flüssig er sein muss. Wenn ihr euch unsicher seid, macht eine „Spritzprobe“ mit wenig Guss je Sorte. Ist er zu dick, Tröpfchen Wasser, aber wirklich tröpfchenweise, man wundert sich, was so ein Tröpfchen bewirkt.... Ist er zu flüssig, wieder etwas Puderzucker zugeben, der Farbe macht es nichts.
  3. Jetzt werden die vier Sorten, den weißen Guss nicht vergessen, in je einen Einmal-Spritzbeutel gefüllt und jeweils die Spitze ca. 1 mm abgeschnitten. Nicht zuviel abschneiden, sonst „schreibt der Stift“ zu dick und alles läuft ineinander. Die gebackenen Motive nach Lust und Laune bepritzen und bemalen. Wichtig: Wenn ihr dunkle Grundfarben habt, wie z. B. das Blau beim Dirndl, dann müsst ihr das Bemalte erst richtig trocknen lassen, am besten über Nacht. Dann z. B. erst die weiße Schürze darauf malen. So bleiben die Konturen sauber. Das gilt auch für die gespritzen Umrandungen. Beim Ausmalen den Guss dicht an dicht spritzen, schnell mit einem Pinsel verteilen. Oder in der Schüssel etwas Guss je Sorte übriglassen und damit die Motive bemalen. Dann diese auch gut mit Frischhaltefolie abdecken, sie bekommen schnell eine „Zuckerhaut“, die beim Verrühren kleine Klümpchen bilden können. Und das wollen wir nicht im Guss haben!

Oktoberfest in Hamburg

Wir wollen dieses Jahr mal hier im Norden mit Freunden Oktoberfest feiern, das große Grillfest ist bei uns buchstäblich ins Wasser gefallen. Na, dann eben jetzt Hamburger Oktoberfest als Frühschoppen, mit Weißwürsten, Leberkäs, Obazda und Brezn - und Kartoffelsalat - eigentlich alles gut vorzubereiten. Nur Weißbier dazu, fertig. More easy, als grillen, finde ich.

Das passende Outfit - und die passende Deko

Natürlich mit Tracht, das versteht sich. Jedes Jahr schaue ich mir wieder Dirndl an, im Schrank sind aber schon drei. Hier oben kommt man ja so selten dazu, ein Dirndl anzuziehen. Dabei finde ich sie so hübsch. Ich kann mich immer wieder in die Stoffkombi und Schnitte vergucken. Nein, dieses Mal wird kein neues gekauft, das vom letzten Jahr habe ich noch nicht angehabt, das hat jetzt seinen Auftritt. Und die Tischdeko, die backe ich jetzt selbst.

Also den Lebkuchenteig angesetzt, allerdings habe ich nicht ganz so viele Gewürze verwendet. Viel gemahlener Ingwer, à la Gingerbreadman, muss - ich finde die leichte Schärfe super – passt!

Haltet in den Haushaltsgeschäften Ausschau nach lustigen Ausstechern, ihr könnt aber auch welche bestellenAnzeige. Die „Lederhose“ habe ich einfach von Hand ausgeschnitten, kein Problem.

Und, was meint ihr? Sind sie nicht alle niedlich geworden? Ich habe auch Nina, unserem Fotografen Pedro und mir ein Herz geschenkt! Viel Spaß beim Feiern, ich sag, äh - sing nur: Ein Prosit, ein Prosit, der Gemütlichkeit....